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JU ruft zu Boykott gegen „Im Tal der Wölfe“ auf

Kein Kulturkampf in deutschen Kinos
Wiesbaden. Thm. Seit einigen Tagen läuft der türkische Film „Im Tal der Wölfe“ auch in deutschen Kinos. Der im Ausland gerade bei Muslimen als Kassenschlager gefeierte Film befindet sich seitdem auf dem Weg an die Spitze der deutschen Kino-Charts. Die Junge Union Hessen sieht in diesem Film eine Gefahr für das friedliche Miteinander zwischen Moslems und Deutschen und ruft nun zum Boykott auf. Der Film, so der jugendpolitische Sprecher der Hessischen JU, Thomas Müller, heize die ohnehin schon schwierige Stimmung unter Muslimen in Deutschland weiter an und verstärke besonders unter muslimischen Jugendlichen antiamerikanische und antiwestliche Klischees.

Thomas Müller: „Wir dürfen nicht zulassen, daß hier, unter dem Deckmantel eines harmlosen Abenteuerfilmes, der Kampf radikaler, islamistischer Gruppen gegen unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung in deutschen Kinos fortgesetzt wird. Das Tal der Wölfe ist leider voller Wölfe im Schafspelz. Ein Hetzen gegen die Werte von Demokratie und Freiheit können wir nicht akzeptieren“.

Toleranz und Meinungsfreiheit, und damit auch das Recht zur Kritik, gehören unweigerlich zu unserer Gesellschaft. Dies dürfe jedoch nicht bedeuten, dass auf völlig überzogene und feindselige Art und Weise in einem Kinofilm gegen die westliche Welt und damit gegen die Kultur der Freiheit gehetzt werde. Die JU Hessen sehe sich in ihrer Ansicht auch dadurch bestätigt das unlängst der deutschlandweit tätige Kinobetreiber Cinemaxx den Film aus dem Programm genommen habe.

Thomas Müller abschließend: „Die Junge Union ruft daher alle Kinobetreiber in Hessen auf, den Film „Im Tal der Wölfe“ aus ihren Programmen zu nehmen. In deutschen Kinos darf es keinen Raum für einen absichtlich heraufbeschworenen Kulturkampf gegen die westliche Welt, gegen Christen- und Judentum geben. Wir rufen weiterhin alle Hessen zum Boykott dieses Filmes auf. Derartige Hetze gegen die Grundwerte unseres Staats- und Gesellschaftswesens sollte nicht noch wirtschaftlich honoriert werden.“

[24.02.2006]
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